Barrierefreies Standmodell - Selbstverbucher Nex.Kiosk Nordic mit elektronischer Höhenverstellung

Neustart mit RFID: Schrobenhausen zieht erste Erfolgsbilanz

Rund 15.000 Ausleihen in nur sechs Wochen: Die Stadtbücherei Schrobenhausen ist mit viel Schwung in ihre neue Ära gestartet. Wenn das – bei gerade mal 28.000 Medien im Bestand – kein Erfolg ist!

Im Dezember 2025 bezog die Stadtbücherei Schrobenhausen ihr neues Quartier im Herzen der Stadt und führte zugleich RFID-Technologie zur Mediensicherung und Selbstverbuchung ein. Anfang Februar 2026 feierte die Bücherei ihre Wiedereröffnung.

Nexbib war neugierig und fragte bei der Büchereileiterin Karin Göpfert nach: Was ist neu, was ist besser und zahlt sich RFID für Büchereien dieser Größe überhaupt aus?

Warum überhaupt RFID?

Wir arbeiten eng mit Schulen und Kindergärten zusammen und organisieren extrem viele Veranstaltungen. Daher suchten wir nach einer Lösung, die unseren Arbeitsalltag vereinfacht und unser Team entlastet, so dass mehr Zeit für die vielfältigen Bildungsangebote bleibt. Selbstbedienung ist der Schlüssel zum Erfolg!

Wie gingen Sie vor?

Zuerst suchten wir den Austausch mit anderen Bibliotheken, die bereits RFID einsetzen. Dabei hat uns die Bayerische Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen perfekt unterstützt. Sie hat uns einige beispielhafte Bibliotheken genannt und schließlich auch unseren Förderantrag bewilligt. Das hat uns sehr gefreut!

 

Welche Geräte sind im Einsatz?

Wir haben sozusagen ein Rund-um-Sorglos-Paket: zwei Selbstverbucher, ein Sicherungsgate und eine schlichte Medienrückgabe für eine 24/7-Rückgabe. Schlicht deshalb, da die Medien einfach in einem einzelnen Bin landen. Dank der RFID-Etiketten werden sie sofort vom Nutzerkonto ausgetragen und ins Bibliothekssystem zurückgebucht. Das ist neu und wird sehr begrüßt, da sich nun übers Wochenende keine Fälligkeitsgebühren anhäufen.

Zusätzlich gibt es fünf RFID-Arbeitsplatzstationen fürs Personal; zwei davon befinden sich vorne an der Theke, um Konsolenspiele und Geräte aus der Bibliothek der Dinge auszugeben. Alle anderen Medien verbuchen unsere Kund:innen selbständig an den Selbstverbuchungsstationen.

Was war Ihnen wichtig?

Erste Priorität hat die Barrierefreiheit, daher sind die Selbstverbucher stufenlos elektronisch in der Höhe verstellbar. Mit einem Bezahlmodul am Verbucher können die Nutzenden alle Gebühren einfach und diskret am selben Gerät begleichen. Das Bibliothekskonto kann eingesehen und direkt verwaltet werden.

Was hat sich verändert?

Bereits im ersten Monat wurden über 10.000 Medien ausgeliehen: nach kürzester Zeit ein neuer Rekord! Wir haben heute über 2.100 Bibliotheksmitglieder. Mehr als 200 Neuanmeldungen sind seit der Eröffnung dazugekommen. Täglich besuchen mehrere hundert Menschen unsere Bibliothek. Das sind deutlich mehr als die Jahre zuvor am alten Standort. Die zentrale Lage und die lichtdurchflutete, wohnliche Atmosphäre der neuen Räumlichkeiten locken mehr Menschen an. Aber auch die Selbstbedienung spielt eine große Rolle. Die Menschen wollen die Dinge heute selbst in die Hand nehmen.

Spannend ist, dass einige Jugendsachbücher, die früher kaum ausgeliehen wurden, jetzt jedoch häufiger mit nach Hause genommen werden. Vermutlich, weil die Ausleihe am Selbstverbucher diskreter ist. Ein überraschender Nebeneffekt, der uns begeistert.

Des Weiteren können wir jetzt durchgehend über Mittag öffnen. Das Lesecafé, die neuen Co-Working-Spaces sind so zugänglicher.

 

War die Umstellung eine Herausforderung?

Eindeutig nein! Die Konvertierung der Medien ist ganz einfach. Bisweilen wurden wir von Auszubildenden und Praktikant:innen unterstützt, so dass wir bei laufendem Betrieb alle Medien mit RFID-Etiketten bestücken konnten. Auch die Installation durch Nexbib verlief flott und reibungslos.

Hat sich der Aufwand ausgezahlt?

Absolut! Auch wenn die Umstellung zunächst aufwendig und zeitintensiv scheint, so hat sich bereits in den ersten Wochen gezeigt, dass die Entscheidung für RFID richtig war. Die Entlastung des Teams von eintönigen Arbeitsabläufen ist enorm. Die neuen, zeitlichen Ressourcen ein erfreulicher Gewinn!

Wie ist die Resonanz?

Wir erhalten viel positiven Zuspruch unserer Besuchenden. Die guten Zahlen sprechen für sich. Harald Reisner, erster Bürgermeister in Schrobenhausen, ist voller Lob: „Unsere Stadtbücherei steht durch den tollen Einsatz des ganzen Teams für sehr viel mehr als nur die Ausleihe von Büchern. Von den Aktionen und regelmäßigen Veranstaltungen, die jedes Jahr angeboten werden, profitieren sehr viele große und kleine Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Der gewählte Standort ist auch ein klares Zeichen zur weiteren Belebung unseres Rathausplatzes und der Innenstadt.“

Nexbib wünscht weiterhin viel Erfolg und Freude!

Fotos © Stadtbücherei Schrobenhausen

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